Die Menschen, mit den ich zusammen sein möchte.
Written on April 3, 2009 by mcarla
Ralf Senftleben beschreibt in einer kleinen Serie die perfekte Selbstständigkeit. Im zweiten Teil kümmert er sich um die Wunschkunden eines Selbstständigen. Eine wichtige Aussage, die er trifft ist: “Wir können uns unsere Kunden aussuchen”.
Da stellt sich mir als Lebensunternehmer doch ebenfalls die Frage: Kann ich mit die Menschen aussuchen, mit denen wir zusammen sein möchte?
Ich habe mal irgendwo gelesen, dass es Menschen gibt, die “entsorgen” ihre alten Freunde oder Bekannten genauso wie Bücher oder andere Sachen, wenn sie neue kennenlernen. Auch eine Art mit dem Thema umzugehen.
Aber nun mal konkret. Ralf Senftleben sagt, das wir uns Fragen stellen sollen zu unseren Wunschkunden. Wieso sollen wir uns nicht auch mal Fragen stellen in Bezug auf unsere Freunde und Bekannten. Welche könnten das sein?
Vielleicht:
- Wie sehen meine idealen Freunde/Bekannte aus?
- Aus welchen Lebensbereichen kommen meine Freunde/Bekannten?
- Wo wohnen diese?
- Wie alt sind sie?
- Welchen Bildungsstand haben sie?
- Fühle ich mich wohl, wenn ich mit diesen Menschen zusammen bin?
- Wie habe ich sie Kennengelernt?
- Was hat mich zu ihnen hingezogen?
- Fühlen ich das immer noch?
- Wenn Nein. Warum gebe ich Ihnen immer wieder die Chance mit mir zusammen zu kommen?
Der erste Schritt
Das stellen der Fragen ist sicherlich der erste Schritt, die Inventur. Das sollte aber nicht der letzte sein, denn wie Ralf Sanftleben so richtig sagt, die Menschen mit denen wir uns umgeben und dies nicht gern tun, entziehen uns Energie, die wir in anderen Bereichen benötigen.
Einfach mal Nein sagen
Also sollte der nächste Schritt sein, einfach mal Nein zu sagen, wenn die Nachbarin, die wir sowieso nicht leiden können zum Kaffeklatsch kommen will. Ein weiterer Schritt wäre demjenigen zu sagen: “Du hör mal, sei mir nicht böse, aber irgendwie liegen wir nicht auf einer Wellenlänge.”
Wie geht ihr mit solchen Situationen um?
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Spannende Übertragung der Senftleben-Aufgabe! Und gar nicht so einfach. Natürlich möchte ich keine Wegwerf-Mentalität haben, was mein soziales Umfeld angeht. Und es gibt Kontakte, bei denen man nicht wirklich die Wahl hat. Zum Beispiel im Arbeitsumfeld. Oder Freunde von Freunden. Ein bisschen Smalltalk im Bekanntenkreis finde ich auch nicht schlimm, oft sogar sehr entspannend. Es muss ja nicht immer alles tiefgründig sein. Und es ist auch völlig in Ordnung, wenn Freundschaften eine zeitlang einseitig sind. Es sollte sich nur über die Zeit wieder ausgleichen. Aber wenn Beziehungen toxisch sind oder Menschen zu chronischen Energievampiren werden, dann geht es um den eigenen Schutz. Und für den haben wir selbst die Verantwortung.
Hallo Claudia,
danke für deinen Kommentar. Den Begriff “Energievampire” finde ich sehr passend. Wichtig ist, dass das Gleichgewicht von geben und nehmen erhalten bleibt.
Hallo Mario, interessantes Thema und Diskussion … rund um meine Klienten habe ich meine Lieblingskunden beschrieben gemäß der Vorstellung: Ich lade ein … wer kommt? Welches Event organisiere ich? Welche Kleiderordnung ist angesagt? Welche Musik wird gespielt? Über was unterhalten sich meine Gäste? Habe ich aus dem Buch von Giso Weyand “Sogmarketing für Coaches”.
Privat: Meine Antenne ist mein Körper nebst innerer Stimme .. Kopfschmerzen signalisieren mir, da läuft gerade was nicht mehr gut … nicht immer hab ich den Mut konkret zu werden, wie es Dein letzter Satz so schön deutlich macht … eine Freundschaft einfach ausplätschern lassen, dort wo ich mich nicht mehr engagieren mag, habe ich schon gemacht. Auf jeden Fall sind Deine Fragen interessant, die zum Nachdenken anregen. Viele Grüße aus dem späten Hongkong. Petra